Print-Journalismus

Feb 4, 2011 von Reporter

Print-Journalismus

Wo früher die Schreibmaschinen in den Redaktionsbüros klapperten, tickt heute leise die Computer-Tastatur. Der Computer ist zum wichtigsten Arbeitsgerät des Journalisten geworden. Außerdem haben unter anderem zahlreiche digitale Übertragungswege der Texte und der Bilder Einzug in den Alltag der Redaktionen gehalten. Auch ein anderes wichtiges Arbeitsgerät des Journalisten verändert und entwickelt sich ständig: die Kamera.

Die Voraussetzungen für Print-Journalismus

Wer in den Print-Medien arbeiten möchte, sollte eine gute Portion Neugierde mitbringen. Und die Bereitschaft, ständig hinzuzulernen. Ein Händchen fürs Schreiben ist im Print-Journalismus ohnehin Voraussetzung. Wer gerne auf Menschen zugeht ist hier genau richtig. Der Umgang mit der Kamera und das Gefühl, den richtigen Augenblick im Bild festzuhalten, wird in diesem Beruf vorausgesetzt. Die Bereitschaft, an Sonn- und Feiertagen Dienst zu tun, sollte ebenfalls vorhanden sein.

Die Ausbildung im Print-Journalismus

Der klassische Ausbildungsweg sieht nach dem Abitur ein Studium mit anschließendem Volontariat vor. Diese Ausbildung kann mit oder ohne Studium begonnen werden. Bei der Bewerbung um einen Volontariatsplatz wird jedoch heutzutage meist Wert auf Abitur und auf ein Studium gelegt. Absolventen einer anerkannten Journalisten-Schule haben gute Karten für diesen Beruf. Wer nach dem Abitur studiert, kann nebenbei bereits als freier Mitarbeiter im Print-Journalismus arbeiten. Die Redaktionen sind oft froh, wenn abends und am Wochenende genügend freie Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Ganz besonders in Zeiten, in denen zahlreiche Veranstaltungen landauf landab stattfinden. Wer als Student seine Ausbildung beendet hat, kann sich um ein Volontariat bemühen. Dieses dauert in der Regel ein Jahr. Dabei durchläuft der Volontär alle in den Redaktionen der Zeitungsverlage angesiedelten Abteilungen und entsprechend viele Arbeitsbereiche.

In freier Mitarbeit im Print-Journalismus arbeiten

Die Arbeit als freier Mitarbeiter im Print-Journalismus wird meistens nur gering bezahlt. Die Anforderungen sind hoch. So braucht der freie Mitarbeiter ein Fahrzeug und eine gut funktionierende Kamera, die den Ansprüchen der Presse gerecht werden muss. Dabei hat er die Persönlichkeitsrechte der abgelichteten Personen zu wahren. Und natürlich muss er auch unter Zeitdruck gute Texte erstellen können. Dies gilt auch für Studenten, die schon mal in den Beruf des Print-Journalismus hinein schnuppern möchten.

Print-Journalismus in der Praxis

Nach erfolgreichem Abschluss des Volontariats kann der junge Journalist entweder in der Redaktion in Festanstellung arbeiten oder weiterhin freier Mitarbeiter bleiben. Mit dem Abschluss seiner Ausbildung erhält der junge Redakteur ein normales Gehalt, der freie ausgebildete Mitarbeiter bekommt ein höheres Zeilen- oder Wort-Honorar sowie eine pauschale Vergütung. Neben mehr Geld hat der Redakteur nun auch ein gehöriges Maß an Verantwortung zu tragen. Er schreibt alles, angefangen von kleinen Meldungen über wichtige Nachrichten, Berichten, Kommentaren, Reportagen und anderen Texten für den Leser. Er redigiert die Texte der freien Mitarbeiter. Die Recherche im Print-Journalismus erfordert gründliches Arbeiten und das Erkennen der Zusammenhänge, des roten Fadens. Auch eigene Beobachtungen können und sollen in die Texte mit einfließen. Flexibilität ist wichtig. Das heißt, dass der Journalist von jetzt auf nachher zu einem aktuellen Ereignis geschickt wird. Dort muss er Interviews führen, Bilder erstellen und sich Notizen machen. Zurück in der Redaktion entsteht hieraus der aktuelle Bericht oder die Reportage, meist für den nächsten Tag.
Aktuelle Ereignisse bedeuten oft: der Feierabend fängt später an!

Foto: Adam Borkowski – Fotolia

Verwandte Artikel

Share

Einen Kommentar schreiben